Programm

Programmüberblick:

Eröffnungsveranstaltung

„Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ in Leipzig
30. Januar, 16 Uhr, Westwerk

Am 30. Januar eröffnen wir mit einführenden Redebeiträgen, multimedialen Beispielen der zentralen Inhalte und Themen, Sekt und Snacks die Ausstellung.

 

Führungen

Eurozentrismus in der Geschichte des Zweiten Weltkriegs (und darüber hinaus)
Führung durch die Ausstellung mit Kay Ramminger und Isabelle Reimann
Jeweils Freitags 17 Uhr im Ausstellungsraum

Diese Führung möchte anhand ausgewählter Beispiele innerhalb der Ausstellung eurozentristisch dominierte Narrative zum Zweiten Weltkrieg hinterfragen und sich kritisch mit deren Fortleben sowie daraus resultierenden Konsequenzen auseinandersetzen. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Auswirkungen rassistischer Ideologien gerichtet werden.

The Role of the African Colonies in the Second World War
Tour through the exhibition with Younes Belghazi
4.02. and 25.02. in English, 11.02. in Arabic, 17 pm

In this tour, we will try to look closer at the African Colonies as an essential part of the Second World War. Between the north african and the East African Campaign during the war… we all wonder what happened?

في هذه الجولة سنحاول النظر عن قرب للمستعمرات الإد خلال الحرب العالمية
الثانية
من حملة شمال إيفريقيا إلى حملة إفريقيا الغربية، كلنا نسأل ماذا وقع ؟
مع يونس بلغازي

Flucht
Führung durch die Ausstellung mit Kay Ramminger und Isabelle Reimann
8.03. um 17 Uhr

Außerhalb der regulären Öffnungszeiten greift diese einmalige Führung das Thema des Vortrags mit Christian Cwik am 12.03. auf und beschäftigt sich mit dem Thema Flucht.

 

Vorträge

Schwarze Deutsche im Nationalsozialismus (Katharina Oguntoye)
Mit dem Film: „Black Survivors of the Holocaust“, Großbritannien 1997, Regie: M. Shewa u. D. Okuefuna, 90 Min., Englisch mit deutschen Untertiteln
1. März, 19 Uhr, Conne Island

Die Historikerin Katharina Oguntoye stellt den Film „Black Survivors of the Holocaust“ vor, in dem sich wichtige zeitgeschichtliche Dokumente über die Schicksale und das Leben von Menschen mit afrikanischem Hintergrund während des Nationalsozialismus finden. Im Anschluss daran wird sie über die Auswirkungen dieser wenig beachteten Geschichte bis heute sprechen und Fragen beantworten.
Oguntoye ist Mitautorin des ersten Buches zu Afro-deutscher Geschichte: „Farbe bekennen. Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte“, sowie der historischen Arbeit „Eine afro-deutsche Geschichte. Zur Lebenssituation von AfrikanerInnen und Afro- Deutschen von 1884 bis 1950.“

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig statt.

 

– Fällt aus! – Das Vichy-Regime in Algerien und die Bedeutung des Zweiten Weltkriegs für die antirassistischen und antikolonialen Theorien Frantz Fanons (Alice Cherky)
11. März, 19 Uhr, Ausstellungsraum im Westwerk

Die Veranstaltung mit Alice Cherky kann leider nicht stattfinden!

 

Flucht vor Faschismus und Krieg: Die atlantische Dimension deutschsprachiger Flüchtlinge, 1933 bis 1955 (Christian Cwik)
12. März, 19 Uhr, Ausstellungsraum im Westwerk

Zwischen 1933 und 1955 flüchteten rund zwei Millionen deutschsprachiger Menschen vor dem Faschismus und seinen Folgen über den Atlantik in die Amerikas. Waren es anfänglich vor allem politische Flüchtlinge (1933-1938), stellten in den Jahren 1938 bis 1941 die „rassisch“ verfolgten Flüchtlinge die Mehrheit der Immigrant_innen. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges waren es dann die Opfer der direkten Kriegshandlungen. Nach Ende des Krieges verließen viele Opfer und Täter des Faschismus Deutschland, auf der Suche nach einem besseren Leben ins amerikanische Exil. Der Vortrag analysiert die Hintergründe und Motive der Flucht, beschreibt die Schlepper- und die Fluchtrouten und ihre Profiteur_innen und Helfer_innen, untersucht die Integration der Flüchtlingen sowie die Beweggründe für ihre Weiter- und Rückwanderung.

Christian Cwik ist Historiker aus Wien, der u.A. in der University of the West Indies auf Trinidad and Tobago forscht und lehrt.

 

Die Realisierung des Ausstellungsprojekts wird ermöglicht durch: Solidaritätsfonds der Hans-Böckler-Stiftung, Engagement Global, Dr. Hildegard Hansche-Stiftung und mit freundlicher Unterstützung des Conne Island und der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig.