Ausstellung

Initiative „Geschichte vermitteln“ präsentiert:

Wanderausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“

30.01. – 13.03.2016

im Westwerk Leipzig,
Eisengießerei, Gebäude IV,
Karl-Heine-Str. 93

Öffnungszeiten: Do – So, 15 – 21 Uhr

Die Wanderausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“* von Recherche international e.V. zeigt das Ausmaß und die Auswirkung des Weltkrieges auf allen Kontinenten und lässt einige der unzähligen nichteuropäischen Akteure dieses Krieges zu Wort kommen.

Wir, die Initiative „Geschichte vermitteln“, wollen damit auf die globalen Dimensionen des Zweiten Weltkriegs aufmerksam machen, die häufig keine Erwähnung in der Geschichtsschreibung finden. So kommen die Millionen Soldat_innen aus Afrika, Asien und Ozeanien, die im Zweiten Weltkrieg kämpften und die von den Alliierten in ihren Kolonien zwangsverpflichteten Hilfstruppen und Hilfsarbeiter_innen ebenso wie Widerstandskämpfer_innen und Nazikollaborateur_innen in der sogenannten Dritten Welt meist nur am Rande vor.

Das mangelnde Wissen über diese Akteur_innen, die den Verlauf des 2. Weltkrieges stark beeinflussten, führt bis heute zu einem eingeschränkten Blick auf die Geschichte (des Kolonialismus aber auch des Nationalsozialismus), den wir mit der Ausstellung erweitern möchten.

* Der Begriff der 3. Welt wird von den Ausstellungsmachenden mit Verweis auf den Widerstandskämpfer im algerischen Unabhängigkeitskrieg Frantz Fanon verwendet, der diesen Begriff in Anlehnung an den „3. Stand“ der Unterdrückten im feudalen Frankreich geprägt hat.

 

Die Realisierung des Ausstellungsprojekts wird ermöglicht durch: Solidaritätsfonds der Hans-Böckler-Stiftung, Engagement Global, Dr. Hildegard Hansche-Stiftung und mit freundlicher Unterstützung des Conne Island und der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig.